TTIP – alles, nur das nicht!

Seit ich das erste Mal von diesem vermaledeiten Abkommen hörte, war mir klar, daß dieses Abkommen auf jeden Fall verhindert werden muß. Um unser aller Souveränität willen, unserer Kultur willen, unserer Freiheit willen.

Stoppt TTIP

Stoppt TTIP

Die Bürger sind der Souverän, nicht die Hinterzimmer-Bürokraten der EU in den Krallen der US-Wirtschaft und ihrem Hegemonie-Streben.   Es darf nicht geschehen, daß wir uns freiwillig ausliefern an eine Hegemonialmacht, die es soweit gebracht hat, daß in den USA sogar nachweislich schädliche genmanipulierte Produkte nicht mehr verboten werden dürfen.

Wir in Europa opfern unsere Prinzipien aus 1789, 1848, 1918, 1945 und 1989 nicht für Coca Cola, Black Rock und Konsorten. Wir sind freie Menschen.

Die Netzfrauen haben in einem umfangreichen Text zusammengestellt, welche Kretins unsere Freiheit verscherbeln wollen:

TTIP – die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik und Wirtschaft

Wer das geplante Abkommen jetzt noch für harmlos hält oder verteidigt, kann es nur schlecht meinen. Und Politiker, die Verträge ohne Kündigungsklausel abschließen wollen, gehören geteert und gefedert.

Teeren und Federn

TTIP vernichtet Arbeitsplätze in Europa, fördert Lohndumping …

Deutschland mit seiner starken Wirtschaft (noch) gilt in Europa als Niedriglohnland. Seit mindestens 15 Jahren hat es keine nennenswerte Lohnentwicklung für die Arbeitnehmer gegeben, in allen Sparten werden die Arbeitnehmer zu „Lohnmässigung und Lohnverzicht in Krisenzeiten“ genötigt. Gleichzeitig schwächt die CDU-SPD-Regierung die Wirtschaft durch die Russland-Sanktionen.

Wenn dann noch das TTIP beschlossen ist, wird es den Arbeitnehmern noch schlechter gehen.

583.000 Arbeitsplätze werden bis 2025 in der EU verlorengehen. Die Exporte werden schrumpfen, ebenso das Bruttoinlandsprodukt. Löhne und Steuereinnahmen werden sinken. In den USA werden all diese Kennzahlen dagegen steigen. Die einzigen, die in der EU profitieren, sind die Kapitalvermögen. 

Diese Feststellung stammt nicht von einem europäischen TTIP-Gegner, sondern ist Ergebnis einer Studie des Global Delevopment and Environment Institute an der amerikanischen Tufts-Universität.

Die Studie mit dem Titel „The Trans-Atlantic Trade and Investment Partnership: European Disintegration, Unemployment and Instability“ von Jeronim Capaldo wird von der Universität auch zum Download angeboten.



Ein Ausschnitt: Ganz eindeutig profitieren die Amerikaner von dem TTIP: Alle Kennzahlen sind positiv: Anstieg der Exporte um 1,02 Prozent, BIP-Wachstum um 0,36 Prozent, 784.000 neue Jobs, 699 Euro mehr Haushaltseinkommen, etwa gleich viel Steuereinnahmen. Doch auch in Europa gibt es eine Gruppe, die vom TTIP profitiert: Es sind die Kapitalvermögen – also die Börsen. Frankreich, Deutschland und auch der Rest Europas würden gewinnen. Je größer die Börsen, umso höher die Gewinne. Am meisten würden die Anleger in London profitieren. Dies ist besonders interessant, weil die normalen Arbeitnehmer Großbritanniens genauso viel verlieren würden wie im Rest Europas. Es wäre allerdings zu einfach zu sagen, dass diese Entwicklung nur den Spekulanten und Super-Reichen zugute käme, wiewohl diese überdurchschnittlich profitieren werden. Tatsächlich aber sehen die TTIP-Partner in einem neuerlichen Aufblasen der Börsen die einzige Chance, die Rentner in den westlichen Staaten über Wasser zu halten. Die meisten Pensionsfonds sind an den Börsen investiert und von einem Anstieg der Kurse abhängig – nicht zuletzt wegen der umfassenden Gelddruck-Politik der Zentralbanken, die alle Anleger mit der Null-Zins-Politik in die Kapitalmärkte getrieben haben. In dieser Hinsicht wirkt das TTIP wie ein verzweifelter Versuch, die größte Gruppe der Wähler, nämlich die Rentner, bei Laune zu halten. Die Rechnung bezahlen die Jungen und die Arbeiter.

Es ist also ein weiterer Schritt zu der Abkoppelung der Wirtschaft von Arbeit, hin zu den Börsen und dem Kapitalmarkt.

So baut gerade Herr Gabriel, Wirtschaftsminister und SPD-Politiker, den Leitspruch seiner Partei „Alles für das Volk – Alles durch das Volk“ um in „Alles vom Volk – Nichts für das Volk„.  Die Webseite seiner Partei zum Thema TTIP ist eine armselige Zusammenstellung von Stellungnahmen und Behauptungen, die man nur als Pfeifen im Walde sehen kann. So glaubt dieser Arbeiterverräter Globalisierung gestalten zu können … (Kleine historische Anmerkung: Für diese Partei hat mein Grossvater 1933 seinen Arbeitsplatz verloren!)

Es macht mich wütend, wie die europäischen Politiker im Verein mit der EU so gegen ihre Bevölkerung, ihre Wähler, ihre Wirtschaft handeln, wie sie sich blind stellen für die selbstverschuldete wirtschaftliche Katastrophe. Denn das wird eine Katastrophe. Vielleicht auch eine Katastrophe mit revolutionärem Potential.

Retribution; - tarring and feathering; - or - the patriots revenge by James Gillray

Teeren und Federn sollte man diese Herrschaften.

Und wie immer kommt diese Information von den Deutschen Wirtschaftsnachrichten, dort finden Sie auch ein Interview mit Jeronim Capaldo, dem Autor der Studie.